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	<title>Marke Eigenbau &#187; Blog</title>
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	<description>Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion</description>
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		<title>Feed-Magazin</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Aus der Flut der Gratismagazine sticht dieses neue Heft angenehm hervor, indem es ästhetisch ansprechend und sympathisch subjektiv Web-Themen und -Inhalte zu Papier bringt. In der Nullnummer finden sich viele alte Bekannte wieder, darunter die Hardtplatzhelden vor dem BGH, Dawanda, MyParfuem und Philipp Steffen erklärt noch einmal die bunte Welt des Baustelns. Das Heft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://feed-magazin.de/wp-content/themes/feed-magazin/img/bild_sidebar.jpg" alt="" width="184" height="241" /> Aus der Flut der Gratismagazine sticht <a href="http://feed-magazin.de/">dieses neue Heft</a> angenehm hervor, indem es ästhetisch ansprechend und sympathisch subjektiv Web-Themen und -Inhalte zu Papier bringt. In der Nullnummer finden sich viele alte Bekannte wieder, darunter die <a href="http://www.hartplatzhelden.de/">Hardtplatzhelden</a> vor dem BGH, <a href="http://de.dawanda.com/?partnerid=GA2-Dawanda">Dawanda</a>, <a href="http://www.myparfuem.com/">MyParfuem</a> und Philipp Steffen erklärt noch einmal die bunte Welt des <a href="http://bausteln.de/">Baustelns</a>. Das Heft liegt gratis in Berlin aus, unter anderem im <a href="http://newthinking-store.de/">newthinkingstore</a> in der Tucholkystr. Es kann aber auch <a href="http://feed-magazin.de/pdf/feed-magazin-001.pdf">hier</a> als PDF heruntergeladen werden. Wir sind gespannt, wie, hoffen, dass es weitergeht und drücken die Daumen für dieses schöne Projekt.</p>
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		<title>Individueller Konsum</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 11:01:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir wurden ausgiebig für einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger interviewt, der es auch in die Berliner Zeitung geschafft hat. Unabhänging von unseren Zitaten: Ein wirklich lesenswerter Artikel.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wurden ausgiebig für einen Artikel im Kölner Stadtanzeiger interviewt, der es auch in die Berliner Zeitung geschafft hat. Unabhänging von unseren Zitaten: Ein wirklich lesenswerter <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0814/magazin/0008/index.html">Artikel</a>.</p>
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		<title>Solidarische Ökononomie</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 07:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben erschienen: der Wegweiser Solidarische Ökonomie, ein kleines und nützliches Bändchen der AG Spak, die seit über 30 Jahren selbstorganisierte Initiativen und Projekte unterstützt. Ohne großen ideologischen Überbau zeigt Autorin Elisabeth Voß eine Zusammenschau von Praxisbeispielen für solidarische Ökonomie und Marke Eigenbau, angefangen von selbstverwalteten Betrieben über autonome Hausprojekte bis zur genossenschaftlichen Abwasserwirtschaft. Anknüpfend an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-2889" href="http://www.marke-eigenbau.org/solidarische-okononomie/voss_wegweiser_tit/"><img class="alignleft size-full wp-image-2889" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Voss_Wegweiser_tit" src="http://www.marke-eigenbau.org/wp-content/uploads/Voss_Wegweiser_tit.jpg" alt="" width="142" height="248" /></a>Soeben erschienen: der Wegweiser <a href="http://www.amazon.de/Wegweiser-Solidarische-%C3%96konomie-Wirtschaften-m%C3%B6glich/dp/3930830507">Solidarische Ökonomie</a>, ein kleines und nützliches Bändchen der <a href="http://www.agspak.de/">AG Spak</a>, die seit über 30 Jahren selbstorganisierte Initiativen und Projekte unterstützt. Ohne großen ideologischen Überbau zeigt Autorin Elisabeth Voß eine Zusammenschau von Praxisbeispielen für solidarische Ökonomie und Marke Eigenbau, angefangen von selbstverwalteten Betrieben über autonome Hausprojekte bis zur genossenschaftlichen Abwasserwirtschaft. Anknüpfend an Arndt Neumanns <a href="http://www.amazon.de/Kleine-Geile-Firmen-Alternativprojekte-Management/dp/3894015837">Kleine Geile Firmen</a> bleibt dabei die Fragestellung nach dem emanzipatorischen Potential solcher Eigeninitiativen stets im Blickfeld. Empfehlung: Strong buy!</p>
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		<title>Die nächste Industrielle Revolution</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas verspätet, aber brutal interessant: Chris Anderson in WIRED über die &#8220;Next Industrial Revolution&#8221;. Atome sind die neuen Bits und endlich gibt es das marktreife Open-Source-Car. Bei der Gelegenheit auschecken: Ponoko.com, ein Start-up mit Geschäftsmodell auf Fabbing-Basis, das im Artikel nicht vorkommt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verspätet, aber brutal interessant: <a href="http://www.wired.com/magazine/2010/01/ff_newrevolution/">Chris Anderson in WIRED über die &#8220;Next Industrial Revolution&#8221;</a>. Atome sind die neuen Bits und endlich gibt es das <a href="http://www.local-motors.com/">marktreife Open-Source-Car</a>. Bei der Gelegenheit auschecken: <a href="http://www.ponoko.com/">Ponoko.com</a>, ein Start-up mit Geschäftsmodell auf Fabbing-Basis, das im Artikel nicht vorkommt.</p>
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		<title>Kleine geile Teile</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 07:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Spät angekündigt, aber doch: Ab morgen findet im Berliner IMA Design Village und im Beta-Haus das rund dreitägige Atoms and Bits-Camp zum bereits andauernden gleichnamigen &#8220;Festival of thinking, making, doing&#8221; statt. Die Themen sind, kurz gesagt, die unseres Buches: Es geht um Ökonomie, DIY, Hardhacking, Coworking und den ganzen Rest. Es wird sich lohnen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Spät angekündigt, aber doch: Ab morgen findet im Berliner IMA Design Village und im Beta-Haus das rund dreitägige <a href="http://atomsandbits.net/">Atoms and Bits-Camp</a> zum bereits andauernden gleichnamigen &#8220;Festival of thinking, making, doing&#8221; statt. Die Themen sind, kurz gesagt, die unseres Buches: Es geht um Ökonomie, DIY, Hardhacking, Coworking und den ganzen Rest. Es wird sich lohnen.</p>
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		<title>Der Verlag mit der Klatsche</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 20:22:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Agentur Jung von Matt, meldet Horizont, hat den Pitch für den Etat des Eichborn Verlages gewonnen. Neues Logo, neues Corporate Design, neue Buchcover:
&#8220;Elementarer Bestandteil aller Werbemittel ist die Neuinszenierung des Logos mit der Fliege. Dieses wird künftig als gesprühtes Schablonen-Graffiti umgesetzt. Begründung: &#8220;Genauso wie Fliegen tauchen Graffitis im Stadtbild überraschend und an unerwarteten Stellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Agentur <a href="http://www.jvm.de/www/index_flash_de.php">Jung von Matt</a>, meldet <a href="http://www.horizont.net/aktuell/agenturen/pages/protected/showNewsletter.php?id=84284&amp;utm_source=Newsletter&amp;utm_medium=Newsletter">Horizont</a>, hat den Pitch für den Etat des <a href="http://www.eichborn.de/">Eichborn Verlages</a> gewonnen. Neues Logo, neues Corporate Design, neue Buchcover:</p>
<p><em>&#8220;Elementarer Bestandteil aller Werbemittel ist die Neuinszenierung des Logos mit der Fliege. Dieses wird künftig als gesprühtes Schablonen-Graffiti umgesetzt. Begründung: &#8220;Genauso wie Fliegen tauchen Graffitis im Stadtbild überraschend und an unerwarteten Stellen auf und lassen sich nicht einfach wegwischen&#8221;, heißt in einer Pressemitteilung. Deshalb werde das Eichborn-Logo auf Buchcovern nie an derselben Stelle platziert, sondern in unterschiedlichen Farben über den Titel gesprüht.&#8221;</em></p>
<p>Was soll man sagen? Eine Hammer-Idee, die sicher nächstes Jahr ADC-Gold gewinnen wird! Aber <a href="http://wwww.marke-eigenbau.org/buch/die-produktion/">irgendwie</a> kommt sie uns bekannt vor&#8230;</p>
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		<title>Marke Eigenbau in der Krise II</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 07:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Debattenbeitrag von mir für Jungle World zur Marke Eigenbau in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise:
&#8211;
Zurück zum menschlichen Maßstab!

Die Krise stellt die Organisationsform des multinationalen Konzerns in Frage. Zugleich entstehen kleinteiligere Nischenmärkte, die das Potential zu einer huma­neren Wirtschaft haben.
VON HOLM FRIEBE

Das Heimtückische an dieser Krise ist, dass sie auch diejenigen betrifft, die es am wenigsten verdient [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Debattenbeitrag von mir für Jungle World zur <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/19/34457.html">Marke Eigenbau in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise</a>:</p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Zurück zum menschlichen Maßstab!<br />
</strong></p>
<p><strong>Die Krise stellt die Organisationsform des multinationalen Konzerns in Frage. Zugleich entstehen kleinteiligere Nischenmärkte, die das Potential zu einer huma­neren Wirtschaft haben.</strong></p>
<p>VON HOLM FRIEBE</p>
<div class="body">
<p>Das Heimtückische an dieser Krise ist, dass sie auch diejenigen betrifft, die es am wenigsten verdient haben. Die Geiselhaft, in die uns die Banker genommen haben, ohne dass wir es ­bemerkt hätten, war kein Bluff. Vielmehr eine Form des Pyramidenspiels, von dem einige ­lan­ge Zeit gut gelebt haben, aus dem wenige rechtzeitig ausgestiegen sind und für dessen Kosten nun alle aufkommen. Die zurechnungsfähigeren unter den Ökonomen gehen von fünf bis sieben mageren Jahren aus. Und davon, dass die Weltwirtschaft, das gesamte wirtschaftliche Gefüge anschließend nicht mehr wiederzuerkennen sein wird. Klar ist, dass danach nicht mehr, wie in Großbritannien, über zehn Prozent der Bevölkerung im Finanzsektor arbeiten, oder, wie in Deutschland, aus einer hochgetunten Exportwirtschaft 25 Prozent Rendite gepresst werden können.</p>
<p>In welchem Ausmaß die Krise aber bei jedem einzelnen hinlangt, hängt stark von dessen Branche, Beruf und Background ab. Von daher scheint es kaltschnäuzig und verstiegen, die Marke Eigenbau als universelle Alternative anzukündigen, ganz zu schweigen vom Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion. Der Run auf die Abwrackprämie und die Krisenkonjunktur von Aldi, Lidl, Kik und Zeeman sprechen eine deutlich andere Sprache. Die Flucht in Schrebergarten und Heimwerker-Baumarkt verspricht keine Lösung, wenn das Haushaltseinkommen verschwindet, sondern allenfalls Linderung. Der Weg zurück in die karge Autarkie vorindustrieller Subsistenzwirtschaft ist verbaut. Und niemand – ein paar Landkommunen-Hippies ausgenommen – hat die Absicht, in Zukunft alles selbst zu machen. Wir wollen ja sogar die I-Phones und Swiffer-Staubmagneten aus der guten alten Massenproduktion.</p>
<p><strong>Aber wir sollten auch unsentimental begreifen, </strong>dass durch die Krise beschleunigt ein paar der noch aus der Industrie-Ära herüberragenden Groß­strukturen abgeräumt werden, die es vielleicht auch sonst nicht mehr lange gemacht hätten und um die es nicht einmal schade ist. Zur Disposi­tion steht die Organisationsform des multinationalen Konzerns, wie wir ihn kennen und nicht unbedingt schätzen. »Unbundeling the Corporation«, die Entbündelung des Konzerns, nennt das der Unternehmensberater John Hagel III – durchaus noch im Geiste der kapitalistischen Effizienzsteigerung. Sein Kollege Don Tapscott geht so weit, im »Wikinomics«-Prinzip, der emergenten Selbstorganisation kleiner Einheiten, ein neues ökonomisches Paradigma zu erkennen. Dahinter scheint etwas auf, das der buddhistisch inspirierte Ökonom E.F. Schumacher schon in den frühen Siebzigern als »intermediäre Technologie« eingefordert hatte, sprich: als Rückkehr zu einer Wirtschaft im menschlichen Maßstab. Alle, die es unter der Maximalforderung Kommunismus machen, dürften sich darauf verständigen können, dass eine kleinteiliger strukturierte Marktwirtschaft mit weniger Kapitalismus und mehr Nähe und Transparenz zwischen Produzenten und Konsumenten eine Verbesserung gegenüber dem Status quo ante darstellt.</p>
<p><strong>Selbst die vom Produkt losgelösten Marketing-Strategien der Großkonzerne, </strong>an denen sich ­Naomi Klein vor knapp zehn Jahren mit »No Logo« noch so verdienstvoll abarbeiten konnte, funktionieren in der Krise nicht mehr. In ihrem aktuellen Buch »The Brand Bubble« konstatieren die Markenexperten John Gerzemar und Ed Lebar – zusätzlich zur Immobilien- und Finanzblase – eine billionenschwere Markenwert-Blase, die dadurch zustande kommt, dass die Bewertungs­ansätze für Marken in den Börsenkursen nicht mehr durch Konsumentenloyalität gedeckt sind. Dagegen steht die Marke Eigenbau im perfekten Sturm noch vergleichsweise gut dar. Gemeint ist damit explizit nicht das Selbermachen für den Eigenbedarf, sondern die Summe der Nischenmärkte, in denen neue Formen einer solidarischen Ökonomie ausgetestet werden und handgemachte Produkte kleiner Produzenten wahren Distinktionsgewinn versprechen. »Vielleicht ist im Zeitalter des Hyper-Materialismus, von Paris Hilton und Tausend-Dollar-›It‹-Bags das Selbermachen von Dingen die ultimative Form der Rebellion,« schrieb Jean Railla, eine Galionsfigur der neuen Crafting-Bewegung in den USA, noch vor der Wirtschaftskrise und vielleicht etwas blauäugig. Aber Tatsache ist, dass – verstärkt durch das Internet und analog zur Gegenöffentlichkeit der Blogs und des Web 2.0 – eine Art robuster Gegenökonomie im Entstehen begriffen ist, die durchaus das Versprechen einer insgesamt humaneren Wirtschaft birgt. Natürliche Voraussetzung dafür sind allerdings neben dem Bewusstseinswandel auch frei disponible Einkommensspitzen, die in strategischen Konsum umgelenkt werden können. Da wiederum beißt uns die Krise in den Long Tail.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Und die <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/19/34458.html">Replik</a> (vollständigkeitshalber).</div>
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		<title>5 Gum Vision Lab</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 15:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Marke EigenbaulerInnen, aufgemerkt! Im Rahmen des zufälligerweise von mir (Holm) kuratierten 5 Gum Vision Labs am 24. und 25. Juni in Berlin  gibt es die Möglichkeit, a) das eigene Projekt umfangreich auf der stylischen Website zu präsentieren, b) mit einer Gruppe von bis zu drei Leuten am zweitägigen Event-Workshop mit hochkarätigen Experten teilzunehmen, c) 10.000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marke EigenbaulerInnen, aufgemerkt! Im Rahmen des zufälligerweise von mir (Holm) kuratierten <a href="http://www.5gum-visionlab.de/">5 Gum Vision Labs</a> am 24. und 25. Juni in Berlin  gibt es die Möglichkeit, a) das eigene Projekt umfangreich auf der stylischen Website zu präsentieren, b) mit einer Gruppe von bis zu drei Leuten am zweitägigen Event-Workshop mit hochkarätigen Experten teilzunehmen, c) 10.000 Euro zu gewinnen. Das ganze insofern, als Euere Marke Eigenbau irgendwie mit den fünf Sinnen (oder einer beliebigen Kombination derer) zu tun hat. Da sollte doch was gehen&#8230;</p>
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		<title>Das Leben ist ein Bausteln</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 08:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz im Geiste der Marke Eigenbau hat Philip Steffan das Kunstwort &#8220;bausteln&#8221; für &#8220;kreativ selbst etwas erschaffen&#8221; erfunden, die Website bausteln.de &#8220;zur Demokratisierung des Produktionswissens&#8221; aufgesetzt und gestern nach dem Vorbild des Webmontags zum ersten Mal den Baustel-Montag im Neuköllner Selfmade-Lokal ORI ausgerichtet. Die Präsentationen reichten von den Hardcore-Hackern von hardhack.org bis zum Soft-Idealismus von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz im Geiste der Marke Eigenbau hat Philip Steffan das Kunstwort &#8220;bausteln&#8221; für &#8220;kreativ selbst etwas erschaffen&#8221; erfunden, die Website <a href="http://bausteln.de/">bausteln.de</a> &#8220;zur Demokratisierung des Produktionswissens&#8221; aufgesetzt und gestern nach dem Vorbild des <a href="http://www.webmontag.de/web_montag?DokuWiki=11h159hedmk09sf9bfkao9rp91">Webmontags</a> zum ersten Mal den <a href="http://bausteln.de/wiki/montag">Baustel-Montag</a> im Neuköllner Selfmade-Lokal <a href="http://www.ori-berlin.de/">ORI</a> ausgerichtet. Die Präsentationen reichten von den Hardcore-Hackern von <a href="http://hardhack.org/">hardhack.org</a> bis zum Soft-Idealismus von Pippa Buchanan, die einen <a href="http://www.battlecat.net/diy-masters/">Master für DIY</a> initiieren möchte. Das Projekt <a href="http://fritzing.org/">Fritzing</a> von der FH Potsdam zeigte den Weg von der Lötplatine zur customisierten eigenen Hardware auf, und  Hannes Hesse stellte seinen <a href="http://backin.de/gumball/">Bubblegum Sequncer</a> vor. Am Ende gab es für Möchtegern-Hacker das <a href="http://www.de-bug.de/mag/6156.html">Arduino</a>-Einsteigerset zum Einführungspreis von 45,- Euro. Alles in allem eine sehr inspirierende und zukunftsweisende Veranstaltung, die am 6. April in die zweite Runde gehen soll. <img class="alignnone size-medium wp-image-1194" src="http://wwww.marke-eigenbau.org/wp-content/uploads/img_0236-500x375.jpg" alt="img_0236" width="500" height="375" /> <a href="http://hardhack.org/"><br />
</a></p>
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		<title>Marke Eigenbau in der Krise I</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 08:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>holm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Hermann L. Gremliza startete in seiner Kolumne im Januar-Heft von konkret eine Umfrage, auf die in den folgenden beiden Heften u.a. Dietmar Dath, Robert Kurz, Elmar Altvater und Jutta Ditfurth reagierten. Gremliza schrieb:
&#8220;Wir haben in den Abgrund geblickt.&#8221; Täglich, stündlich, vor zehn Minuten im Fernsehen bei &#8220;Anne Will&#8221; zuletzt repetiert es ein Banker, ein Unternehmer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hermann L. Gremliza startete in seiner Kolumne im Januar-Heft von <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/kvv.php">konkret</a> eine Umfrage, auf die in den folgenden beiden Heften u.a. Dietmar Dath, Robert Kurz, Elmar Altvater und Jutta Ditfurth reagierten. Gremliza schrieb:</p>
<p><em>&#8220;Wir haben in den Abgrund geblickt.&#8221; Täglich, stündlich, vor zehn Minuten im Fernsehen bei &#8220;Anne Will&#8221; zuletzt repetiert es ein Banker, ein Unternehmer, ein Politiker oder einer ihrer journalistischen Kötelbrummer: Fürchtet euch! Keiner sagt: wovor? Wenn nicht heute noch geschieht, was die Deutsche Bank verlangt oder der Daimler, sei morgen schon alles zu spät. Keiner sagt: wofür? Was wäre denn, wenn ein paar Banken oder Konzerne pleite gingen? Führe der Bus nicht mehr? Gäb&#8217;s bei Lidl keine Jogginganzüge aus Ballonseide mehr? Fiele die Heizung aus? Müßten Millionen obdachloser Proleten in Armenküchen ernährt werden? Erlebte man die Anwälte und Zahnärzte beim Abweiden ihrer Golfplätze? Oder ist Weltuntergang und keiner geht hin?</em></p>
<p>Hier meine &#8211; zugegeben gleichermaßen zögerlich unter dem Eindruck sich überschlagender Ereignisse stehend formulierte &#8211; Antwort aus dem Januar, veröffentlicht im aktuellen <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/kh.php?jahr=2009&amp;mon=03">März-Heft</a> von konkret:</p>
<p><em>Irgendwie erinnert alles im Zusammenhang dieser Krise an Stanislav Lems Erzählung „Vom Nutzen des Drachen“: Auf dem Planeten „Abrasien“ im Sternbild des Walfischs lebt ein riesiger Drachen, der weniger dem herkömmlichen Bild vom Drachen ähnelt, vielmehr einer „Bergkkamm, der mit reichlich geleeartigem Brunnenwasser übergossen wurde“, und durch seine Ausscheidungen, Ausdünstungen und Bewegungen weite Teile der Anrainerstaaten in Mitleidenschaft zieht. „Von Zeit zu Zeit blähte er sich auf und überschwemmt die Grenzgebiete mit den Resten der verbrauchten Artikel, und bei Schlechtwetter stank er tausend Kilometer weit.“ Niemand weiß mehr, wie der Drache entstanden ist – einige vermuten, aus einer mutierten Schnecke -, aber die gesamte Wirtschaftsstruktur des Planeten ist auf die Mästung des Untiers ausgerichtet. Pro Tag verschlingt es 1800000 Tonnen Lebensmittel, die in Güterzügen und Pipelines angeliefert werden. Ein ganzer akademischer Apparat ist mit der Erforschung der Stoffwechselvorgänge befasst in der Hoffnung, dass sich durch eine noch  besser abgestimmte Diät die Geruchsbelästigung reduzieren und das Wohlverhalten des Drachens fördern ließe. Immerhin hängen 146000 Arbeitsplätze mittel- und unmittelbar an den drachenreleevanten Industrien.</em></p>
<p><em>Die naive Frage von Lems Forschungsreisenden Ijon Tichy, warum man das Getüm nicht einfach verhungern lasse und die Mittel zum direkten Nutzen der Bevölkerung einsetze, weist ein führender Drachenforscher als hoffnungslos rückständig und unpraktikabel zurück: „Stellen sie sich die Ausdünstungen vor, die von einem solchen Kadaver ausgingen. Zweitens würden die Banken zusammenkrachen – Zusammenbruch des monetarischen Systems. Es käme zu einer schrecklichen Katastrophe, Fremdling.“ Die moderne Strategie im Umgang ziele demnach auf „Domestifikation und Pazifikation“ ab: „In jüngster Zeit werden ihm riesige Mengen Süßigkeiten verabreicht. Süßigkeiten hat er sehr gern.“ Im Übrigen sei der Drache längst zur historischen Notwendigkeit geworden, zur Staatsräson: „Ein wichtiger Faktor, der unseren vereinten Anstrengungen einen festen Sinn gibt.“<br />
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<p><em>Damit ist eigentlich alles gesagt. Wie der Drache, so sind auch die hypertrophen Banken und die ölfixierte Automobilindustrie angeblich „too big to fail“. Dass der magische Realismus der Banker mit Renditen jenseits von Teuerungsrate und Produktivitätszuwächsen notwendigerweise der Pyramidenspiel-Logik folgte, hätte jedem vernunftbegabten und halbwegs volkswirtschaftlich beschlagenen Beobachter klar sein können, ebenso wie die Tatsache, dass der motorisierte Personenindividualverkehr längst abgeschafft gehört. Beides mit Staatsknete am Leben zu erhalten, gilt als Staatsräson. Wenn jetzt tatsächlich eine neue Ära des Keynsianismus anbricht, wäre es eigentlich angezeigt, auch die Links-Keynsianerin Joan Robinson zu konsultieren, die anmahnt, Wirtschafts- und Konjunkturprogramme mit Überlegungen zu gesellschaftlich gewollter und sinnvoller Produktion zu verknüpfen. Aber da wird der Drache vor sein.</em></p>
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